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DÖW Publikation

 

Das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) hat, mit Mitte Februar einen Sammelband vorgelegt und diesen im Wien Museum als Abschluss der mehrjährigen Forschungsarbeit von Wiener Wohnen mit dem DÖW vorgestellt.
Dieser Band ist somit 2026 unter dem Titel "Licht, Luft und Schatten. Wiener Gemeindebauten in Austrofaschismus und Nationalsozialismus" (Böhlau, Wien 2026) in den Buchhandel gekommen.

Aufgrund der hohen Nachfrage gab es am 13. April in den SOHO Studios im Sandleitenhof, sowie am 06. Mai im Bezirksmuseum in der Leopoldstadt zwei weitere Buchpräsentationen zum Sammelband, mit dem Fokus auf widerständige Personen aus dem Gemeindebau. 

 

Über das Buch: Die Wiener Gemeindebauten waren in der Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhunderts eines der bahnbrechenden Projekte der sozialdemokratischen Wohnungs- und Sozialpolitik. Der kürzlich erschienene Sammelband "Licht, Luft und Schatten. Wiener Gemeindebauten in Austrofaschismus und Nationalsozialismus" schlägt eine Brücke vom Austrofaschismus bis zum Ende der NS-Herrschaft. Nach Überblicksdarstellungen zur Geschichte des Gemeindebaus in Wien, zu personellen Brüchen und Kontinuitäten zwischen den beiden Diktaturen und zu Fragen des Mieterschutzes widmen sich mehrere Beiträge anhand von ausgewählten Gemeindebauten dem Schicksal der dort lebenden Menschen, die als Juden und Jüdinnen verfolgt und gekündigt bzw. aufgrund ihres widerständigen Verhaltens Opfer polizeilichen und juristischen Unrechts wurden. Biografien von verfolgten Männern, Frauen und Kindern schließen den Band ab, gleichsam als „Gedenkbuch“ für die Opfer von Gewalt und Terror in den Gemeindebauten.

Die Autorin: Mag.a Dr.in Claudia Kuretsidis-Haider ist Historikerin. Sie leitet die Abteilung Historische Sammlungen am Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes. Die thematischen Schwerpunkte ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit sind: Ahndung von NS-Verbrechen in Österreich und im internationalen Kontext, Holocaustforschung, Widerstandsforschung, Gedenkpolitik und Erinnerungskultur(en).